Selbstversorger - Permakultur Einführung

„In der Permakultur geht es darum, landwirtschaftlich produktive Ökosysteme bewusst zu gestalten und zu erhalten, die so vielfältig, stabil und widerständig sind, wie natürliche Ökosysteme. Es geht um eine harmonische Verbindung zwischen Landschaft und Mensch. Diese Verbindung soll die Bedürfnisse der Menschen nach Nahrung, Energie und Lebensraum und anderen materiellen und nicht materiellen Bedürfnisse auf eine nachhaltige Art und Weise erfüllen.“ Bill Mollison 1988

Das ist der Ursprung der Permakultur. Sie zeigt Alternativen zu unserer modernen Lebensweise, die viele Ressourcen fordert und die Natur und die Menschen aus dem Gleichgewicht bringt. Permakultur hilft eine neue Verbindung zwischen Mensch und Natur zu entwickeln. Mit den Grundlagen einer solchen Lebensweise wollen wir uns an diesem Wochenende beschäftigen. Dabei verbinden wir eine permakulturelle Herangehensweise mit Methoden aus der Wildnispädagogik. Was macht Permakultur aus? Was sind die grundlegenden Werkzeuge? Wie wende ich Permakultur (bei mir Zuhause) an?

Diesen Fragen nähern wir uns durch Übungen, praktische Projekte und Fachinformationen. In der Natur- und Wildnisschule Teutoburger Wald wird seit 20 Jahren gelernt, wie man im Einklang mit der Natur leben kann. Dieser sehr intuitive Ansatz für eine Naturverbindung ergänzt sich gut mit der Permakultur. Der Platz im Teutoburger Wald bietet uns mit seinen vielfältigen Strukturen Raum Neues auszuprobieren und Vorhandenes zu Beobachten und von beidem zu lernen.

Themen sind u.a.

– Permakultur-Grundlagen
– Grundlagen Wildnispädagogik
– Ökologische Grundlagen (Boden, Mikroklima, Landschaften lesen)
– Beobachten und kennenlernen von natürlichen Mustern
– Praktische Projekte am Platz
– Grundlegende Permakultur-Planungswerkzeuge

Mit zwei Kursen im Jahr, entstehen in den unterschiedlichen Jahreszeiten verschiedene Schwerpunkte. Das bedeutet, dass die Themen in beiden Kursen behandelt werden, aber sich der zeitliche Umfang für ein Thema und die Praxiseinheiten verändern.

Schwerpunkt im Frühjahr:

  • Gemüseanbau mit einem Fokus auf einfach anzubauende Kulturen und mehrjährigem Gemüse
  • Vermehrung von Pflanzen

Schwerpunkt im Herbst:

  • Obstbaumlebensgemeinschaften und Wald(-garten)
  • Haltbarmachung und Einlagern

Als Permakultur – Einführungskurs ist der Kurs besonders für Einsteiger der Permakultur geeignet. Auch wenn einige grundlegende Wildnisfertigkeiten teil des Wochenendes sein werden, eignet sich der Kurs sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene der Wildnispädagogik. Für alle Wildnispädagogen wird es eine Chance sein bekannte und neue Themen aus dem Blinkwinkel der Permakultur zu betrachten und für sich nutzbar zu machen.

Nächste Termine:

22.-25.10.2020
15.-18.04.2021

Ort

Natur- und Wildnisschule Teutoburger Wald

Mödsiek 42, Halle (Westfalen)

Kosten

Solidarprinzip U/VP
190,00 € – 250,00 € 90,00 €

An-/Abreise

Anreise am Donnerstag zwischen 15:30 und 17:30 Uhr, Beginn 18 Uhr

Abreise am Sonntag ca. 15.00 Uhr

Anmeldung

Um allen die Möglichkeit zu geben an diesem Kurs teilzunehmen, gibt es keinen festen Kursbeitrag sondern eine Preisspanne von 190 € bis 250 €.

Pro Teilnehmer*in werden regulär 220 € als Kursbeitrag gebraucht. Sollte das zu viel für dich sein, kannst du eine niedrigere Kursgebühr angeben. Sollte es dir möglich sein mehr zu zahlen kannst du damit anderen die Kursteilnahme ermöglichen und unsere Arbeit unterstützen.

Sollte es auch in diesem Rahmen aus finanziellen Gründen für dich nicht möglich sein am Kurs teilzunehmen, schreibt uns und wir finden gemeinsam eine Lösung.

Jetzt schriftlich anmelden

Die Dozierenden:

Die Suche nach alternativen, naturverbundenen Lebensmöglichkeiten brachte Clara Hencke (Jahrgang 91) 2011 mit Permakultur in Kontakt und im Jahr 2014 auch mit Wildnispädagogik. Durch die Mitarbeit in verschiedenen Permakulturprojekten bringt sie einen reichen Erfahrungsschatz zu Gemüseanbau und Obstbaumpflege mit. Ihre praktischen Fertigkeiten ergänzte sie in der Permakultur-Ausbildung mit (Planungs-) Wissen. Seit Frühjahr 2018 ist sie akkreditierte Permakulturdesignerin durch die Permakultur Akademie. Besonders interessiert sie sich für die Verbindung von Permakultur und Wildnispädagogik.

Samuel Schubert (Jahrgang 96) hatte 2014 ersten Kontakt mit Wildnisfertigkeiten. Fasziniert vom Leben in Verbindung mit der Natur stieg er immer tiefer ein. Seit einem Praktikum in der Wildnisschule Teutoburger Wald gibt er dort Basiskurse und macht die Ausbildung zum Wildnislehrer. Die Permakultur lernte er durch Planungen und Umsetzungen kennen. Besonders intensiv hat er sich mit den Themen Waldgarten, Obstbaumlebensgemeinschaften und Komposttoiletten auseinandergesetzt. Außerdem begeistert er sich für das Thema Landschaften lesen, also dem erkennen und nutzen von Geländestrukturen, Mikroklima und anderen Zusammenhängen, die einen Ort besonders machen.

 

Die beiden studieren in Eberswalde “Landschaftsnutzung und Naturschutz”. Ihnen ist es wichtig das, was sie von Wildnispädagogik und Permakultur lernen, in ihrem Alltag durch einen konsequent einfachen Lebensstil umzusetzen. Eine zentrale Bedeutung dafür hat der 1400m² große Garten, den sie zusammen mit Freunden gestalten und nutzen.